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Nachdem ich hier ein Tagesticket für die Photokina gewann, aber nicht recht weiss was ich damit soll, schmeisse ich es nun wieder unter die Menschheit. Wer mir bis zum 9. 9. 2010 das schönste Bild eines beliebigen Haushaltsgegenstandes aus seiner Küche schickt, gewinnt das Ticket, der Rest geht leer aus. Die Wahl verläuft gänzlich undemokratisch, das Gremium besteht allein aus mir. Die Einsendungen werden (mit Namensnennung, latürnich) hier bzw. auf Facebook gezeigt. Ansonsten werde ich nichts mit ihnen anstellen, ich schwör!

Viel Erfolg!

… hoffentlich macht überhaupt jemand mit.

Von Sarrazin und seinem Geschreibsel kann man halten was man will. Den Beifall aus der falschen Ecke (NPD) habe er nicht gewollt, sagt er – indes: es dürfte keinen ausser ihn selbst verwundern. Die schräge Argumentationskette, „Türken sind scheisse, aber Rassisten finde ich auch nicht gut“ ist nicht neu – und man hört sie so, oder in abgewandelter Form oft genug, wenn man sich aus Masochismus oder purer eigener Blödheit mit den falschen Leuten unterhält. So weit, so normal.

Ein relativ neues Phänomen sind hingegen die zwanghaften “gegen den Strom”-Schwimmer. Je breiter die Front, die gegen jemand aufgestellt wird, desto mehr scheint es für das eigene Ego zu bringen, sich gegen die allgemeine Meinung zu stemmen. So geschehen beim Thema Klimawandel, wo man durch lauthalses “Klimalüge”-krähen punkten konnte, so auch bei Sarrazins Buch. Man ist ja so herrlich unangepasst, hat keine Tabus, ist nicht „political correct“ … nein, man ist ein Freigeist – was man mit der Zustimmung zu, bzw. zumindest der Verteidigung von Sarrazins Thesen ja nun wohl eindeutig bewiesen hat. Was der Mann da an Grausligkeiten behauptet, scheint dabei eher eine Nebenrolle zu spielen – Hauptsache, man schwimmt gegen den Strom und hat eine “eigene” Meinung. Ich finde sowas deutlich unangenehmer als die Äusserungen der normalen Rassisten. Die sind auf ihre Art wenigstens ehrlich. Aber wer sich an den galoppierenden Schwachsinn von Sarrazin ranschmeisst, nur weil die Merkel nun mal böse – aber offiziell dagegen ist, ist schlicht und einfach ein Idiot. Ein Vollidiot.

„Neun von zehn Deutschen fordern neue Wirtschaftsordnung“ – sagt SPON, hätte EMNID der ZEIT gesagt.Das bedeutet, dass inzwischen sogar ein paar CDU/FDP-Wähler herausgefunden haben, dass der Kapitalismus weder für einen “sozialen Ausgleich in der Gesellschaft” noch für den “Schutz der Umwelt” oder einen “sorgfältigen Umgang mit den Ressourcen” so richtig Vollrohr gut ist. Das ist schön. Weniger schön ist, dass keiner Alternativen zu haben scheint – aber das kommt nun mal dabei heraus, wenn man, mangels eigener Ideen, Interesse, oder weil man das Leben nun mal gerne einfacher bastelt als es ist, alles, was auch nur ansatzweise “Sozial” im Namen hat, sofort mit der Gedankenkette “Sozial = Sozialismus = Kommunismus = die waren auch nicht besser als die Nazis” belegt. Na, dann seht mal schön zu, wie ihr aus der Nummer wieder rauskommt.

Ed Stafford durchwandert den Amazonas und SPON berichtet darüber:

Auf ihrem Weg entgingen der Brite und sein Kamerad so ziemlich allen Gefahren, die im Amazonasbecken lauern: fünfeinhalb Meter lange Kaimane, riesige Anakondas, tropische Krankheiten, Nahrungsmittelknappheit.

Na, da hat er ja Glück gehabt. Nicht auszudenken, wenn er den Gefahren nicht entgangen- sondern begegnet wäre.

Auch die Floral-Crime-News berichtete