vielen Dank für deine Mail von heute

Lieber Herr John,
(…) entdecken Sie jetzt noch schnell ein paar Neuigkeiten und Vorteile, mit denen die schönsten Wochen des Jahres noch schöner und entspannter werden – sowohl in Deutschland als auch im europäischen Ausland. (…)
Wir machen es Ihnen leicht, die kosten für mobiles Surfen in der EU unter Kontrolle zu behalten – Sie zahlen nie mehr als einen festgelegten Maximalbetrag. (…)

Tja, schon nicht ganz ungeschickt, eine gesetzliche Vorgabe, die jüngst gegen deinen erklärten Willen beschlossen wurde, als eigene Dienstleistung zu verkaufen. Chapeau!

Ist aber auch zu schade. Immerhin machst du das Beste daraus: 5 Cent pro angefangene 10 kB für mobiles Surfen im Ausland. Das macht dann, zB. beim Besuch von Fotocommunitys ca. 1 EUR pro, beim “entspannten surfen” angesehenen Einzelbild. Aber immerhin: Wenn man die Obergrenze von monatlich knapp 60 EUR (also nach zB. ein Mal ein Youtubefilmchen kucken) erreicht hat, wird die Verbindung gedrosselt und man kann gaaanz langsam weitersurfen.

Der Grund für diese Fantasiepreise ist schnell erklärt: Warum leckt sich ein Hund die Eier? – Weil er es kann.
Ihr könnt auch – dank immer noch recht erfolgreicher Lobbyarbeit. Technisch gibt es keinen Grund für diese Mondpreise. Also hört bitte auf, uns diese schamlose Abzocke, diese Wegelagerei als kundenfreundlich zu verkaufen. Verarschen können wir uns alleine.

Wir wüschen Ihnen eine wunderbare Zeit.

Ich wünsche euch Hämorriden, Durchfall und kein Klo in der Nähe.

Herrgott! So schwer ist das doch nun nicht!
Falsch:
“Den Buchvertrag vermittelt hat ihr eine Agentur. Sie war nach einem Kulturprojekt auf Melda aufmerksam geworden, das die junge Frau in der Türkischen Gemeinde auf die Beine gestellt hatte. ”

Richtig:
“Den Buchvertrag vermittelte ihr eine Agentur. Sie wurde durch ein Kulturprojekt auf Melda aufmerksam, das die junge Frau in der Türkischen Gemeinde auf die Beine stellte. “

Ich habe mir letztens aus daffke einen Thermobecher bestellt. Mit 39,90 nicht ganz billig, aber der Geek in mir meinte, er müsse unbedingt seinen Kaffee zukünftig aus einem Objektivnachbau des 70-200mm trinken. Also schnell Geld überwiesen und auf die Lieferung gewartet. Es passierte erst mal: nichts.
Nach einer gefühlten Ewigkeit bekam ich jedoch Post von der Gesellschaft der Schnellkuriere GDSK. Sie legten ein Formular bei, in dem ich diverse Angaben wg. Zoll/Einfuhrumsatzsteuer machen sollte. So weit, so gut – wenn der Lieferant die Frachtpapiere nicht ordentlich ausfüllt, muss ich zahlen, ist mir klar. Bei dem Warenwert wird’s schon nicht so schlimm sein.
Dachte ich.

Die Rechnung, die ich heute von der GDSK bekommen habe, beläuft sich allerdings auf Sage und Schreibe: 52,90 EUR.

Wohlgemerkt: Das sind zusätzliche Kosten für einen schon bezahlten Artikel im Werte von ca. 40 EUR.

Im Einzelnen verlangen sie:

Einfuhrumsatzsteuer = 7,18 EUR
… damit habe ich kein Problem

Abwicklungs- und ALFA-Gebühr = 25,59 EUR
… obwohl mir ein Mitarbeiter der GDSK vorher am Telefon versicherte, dass diese Gebühr in meinem Fall nicht fällig wird. Andere Kurierdienste liefern die Ware einfach aus und kassieren die Zollgebühren ohne diesen saftigen Aufschlag einfach an der Wohnungstür, aber nicht so die GDSK.

Lagergebühren für 4 Tage = 20,13 EUR
Ich habe an dem Tag, als ich das Schreiben erhielt telefonisch und per Brief geantwortet. Man hat (laut GDSK) 7 Werktage freie Lagerung. Das Paket bekam ich gestern, 9 Tage nach dem ich das Formular an die GDSK abschickte. Mit anderen Worten: Die Gesellschaft der deutschen Schnell (!) Kuriere liefert nicht nur extrem lahm, sondern lässt die Kunden auch noch für die eigene Tranigkeit bezahlen.

Ich habe schriftlich Widerspruch eingelegt, nur die Einfuhrumsatzsteuer bezahlt und harre jetzt der Dinge.

Sollte ich die Wucherforderungen der GDSK wirklich bezahlen müssen, bin ich immerhin demnächst Besitzer des teuersten Canon-Kaffeebechers der Welt.

“Meine Einschätzung ist aber, dass (…) ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen.”

Toll auch die Einschätzung von Köhlers Beitrag durch die SPD:
“Köhler schadet der Akzeptanz der Auslandseinsätze der Bundeswehr”
und: “Wir wollen keine Wirtschaftskriege” (Thomas Oppermann)

… und was nicht sein soll, dass bekanntlich nicht sein darf (zumindest öffentlich)

Screenshot von SPON

Screenshot von SPON

Allein das Triebwerk des A380 ist etwa so breit wie ein Airbus A320.

Beeindruckend! Der A320 hat eine Spannweite von 34,09 Metern.
Wenn man sich entsprechende Bilder des A380 ansieht, sich vorstellt, wie in jedes der vier Triebwerke ein 34 m Meter breites Flugzeug passt und ein wenig herumrechnet, so kommt man auf ca. 720 Meter Spannweite. Der Taipei 101 nimmt sich mit seinen 508 Metern dagegen geradezu mickrig aus.

Das einem einmal ein Komma verrutscht, kommt in den besten Familien vor. Wenn dem Schreiber dann jedoch nicht mal anhand der selbst gesuchten Beispiele auffällt, was für einen Unsinn er verzapft ist das nicht gerade ein Aushängeschild für die Güte der ganzen Ultrabrutalo-Wissenstests durch die ein Journalist so durch muss.